Gemeinde Gesees im Portrait - Beliebte Wohngemeinde im Herzen des Hummelgaus

Gesees aus der Vogelperspektive. Rechts oben im Bild das Wahrzeichen, die Kirche »St. Marien zum Gesees«, auch Krone des Hummelgaues genannt. Im Hintergrund der Ortsteil Forkendorf mit dem Gebäude der Firma Hertel-Möbel. Foto: Stefan Dörfler

Gesees. Nur einen Katzensprung von der Stadt Bayreuth entfernt, im Herzen des Hummelgaus mitten im Grünen wohnen: Diesen Vorzug bietet die rund 1.300 Einwohner zählende Gemeinde Gesees.

Da, wie Bürgermeister Harald Feulner im Gespräch mit der BTSZ erläuterte, eine große Nachfrage nach Bauplätzen in der Gemeinde herrscht, hat der Gemeinderat die Erschließung des Neubaugebietes »Reuthof IV - Lilienweg» ausgeschrieben. Im Herbst soll die Erschließung für die insgesamt 16 Bauplätze erfolgen. Als »Zielgröße» für den Grundstückspreis sollen 110 bis 120 Euro erschlossen pro Quadratmeter angestrebt werden. »Da die Parzellen wohl sehr schnell verkauft sein werden, machen wir uns bereits Gedanken über ein weiteres Neubaugebiet, nichts Genaueres kann hierzu aber noch nicht gesagt werden», so der Bürgermeister.

Du möchtest einen Seat Ibiza gewinnen?
Dann mach mit bei unserer Aktion - shoot the car: Hier geht's zur Anmeldung!

Aus Geldern der von der Sparkasse verwalteten Bürgerstiftung »Unser Gesees» und mit Unterstützung von Werbepartnern wurde im vergangenen Jahr ein »Bürgerbus» angeschafft, mit dem die Gemeinde jeden Donnerstag um 9 Uhr Fahrten zu Ärzten in Hummeltal und Mistelbach, zur Apotheke in Mistelbach sowie zu Einkaufsmärkten in Mistelbach und Mistelgau anbietet. Der Fahrer wird von der Gemeinde bezahlt, der Fahrpreis beträgt einen Euro. »Das Angebot wird speziell von den älteren Bürgern sehr gut angenommen», zog Harald Feulner eine erste Bilanz. Der Bus kann auch an örtliche Vereine und Institutionen wie die Kirche zum Selbstkostenpreis verliehen werden.
Ein bislang in Bayreuth tätiger Gastronom wird nach den Worten des Bürgermeisters voraussichtlich im Mai oder Juni die frühere Gaststätte Pfaffenberger wiedereröffnen. Neben der Gastwirtschaft wird es auch wieder Biergartenbetrieb geben und ein kleiner Laden soll eröffnet werden. »Für Gesees ist dies eine hervorragende Nachricht, die Gastwirtschaft ist schließlich als zentraler Treffpunkt ein wichtiges Element des Gemeindelebens», so
Harald Feulner.

In der Vorplanung befindet sich das neue Geseeser Feuerwehrhaus. Bis Ende des Jahres soll das Genehmigungsverfahren abgeschlossen sein, damit die Ausschreibung der Gewerke erfolgen kann. Standort für das neue Domizil der Wehr ist das Geseeser Sportplatzgelände im Bereich beim Hartplatz.
Da aus dem »Kommunalen Invesitionsprogramm Schule» eine hohe Bezuschussung möglich ist, wird im Sommer die alte Elektroheizung in der Schule durch eine moderne Pellets-Heizung ersetzt. Das Kostenvolumen der Maßnahme, bei der auch die laufenden Kosten für die Kommune deutlich gesenkt werden, beträgt 430.000 Euro.

Im Rahmen der Städtebauförderungsmaßnahme soll das von der Gemeinde erworbene alte Pfarrhaus zu einem Gemeindehaus mit Außenanlagen und einem Spielplatz umgebaut werden. »Die Förderanträge werden derzeit gestellt, wir hoffen, mit der Maßnahme bald in die Ausschreibung gehen zu können», so der Bürgermeister.

Abschnittsweise werden die Ortslampen mit umweltfreundlicher LED-Beleuchtung bestückt. »Neben dem Umweltgedanken sparen wir durch die geringeren Betriebskosten auch deutlich Geld ein».

Die Finanzsituation der Gemeinde Gesees ist laut Harald Feulner sehr zufrieden, die Gemeinde verfügt über etwa eine Million Euro Rücklagen. Zwar sind 300.000 Euro Schulden vorhanden, hierbei handelt es sich aber um einen unverzinsten Kredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Durch die gute finanzielle Lage ist die Kommune in der Lage, freiwillige Extra-Leistungen zu gewähren. Dies betrifft beispielsweise Zuschüsse an die örtlichen Vereine, eine Gebührenermäßigung für Geschwister im Kindergarten oder die Übernahme der Kosten für einen Schwimmkurs für die Vorschulkinder.

Auch die interkommunale Zusammenarbeit wird intensiviert. So wurde heuer der Winterdienst zusammen mit der Nachbargemeinde Hummeltal durchgeführt.

Ihren Schatten voraus werfen bereits die Feierlichkeiten zum 700. Jubiläum der erstmaligen urkundlichen Erwähnung der Gemeinde im Jahr 2021. Neben einem Neujahrsempfang mit Ehrungen soll am zweiten Wochenende im Juli ein großes Bürgerfest mit dem Fränkischen Theatersommer, einem Mittelaltermarkt und vielen weiteren Aktionen steigen.

Am 2. Oktober, dem eigentlichen Tag der erstmaligen urkundlichen Erwähnung, soll dann eine neue Gemeindechronik mit Beiträgen von ehrenamtlich tätigen Heimatforschern vorgestellt werden.

rs