Veröffentlicht am 22.03.2025 12:18

Kriminalitätslage in Oberfranken

Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei in Oberfranken insgesamt 46.110 Straftaten, 1.352 Fälle mehr als im Vorjahr.  (Foto: gmu)
Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei in Oberfranken insgesamt 46.110 Straftaten, 1.352 Fälle mehr als im Vorjahr. (Foto: gmu)
Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei in Oberfranken insgesamt 46.110 Straftaten, 1.352 Fälle mehr als im Vorjahr. (Foto: gmu)
Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei in Oberfranken insgesamt 46.110 Straftaten, 1.352 Fälle mehr als im Vorjahr. (Foto: gmu)
Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei in Oberfranken insgesamt 46.110 Straftaten, 1.352 Fälle mehr als im Vorjahr. (Foto: gmu)

OBERFRANKEN. „Der Wunsch der Menschen nach mehr Sicherheit wächst. Wir nehmen diese Aufgabe an und werden auch künftig hart dafür arbeiten, der oberfränkischen Bevölkerung eine sichere Heimat zu gewährleisten.“ Mit diesen Worten präsentierten Oberfrankens Polizeipräsident Armin Schmelzer und der Leitende Kriminaldirektor Horst Thiemt die Kriminalstatistik 2024. Die Zahlen zeichnen ein differenziertes Bild: Während die Kriminalitätsbelastung leicht ansteigt, bleibt die Aufklärungsquote weiterhin hoch.

Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei in Oberfranken insgesamt 46.110 Straftaten, 1.352 Fälle mehr als im Vorjahr. Dies entspricht einem Anstieg von etwa drei Prozent, doch die Fallzahlen liegen nach wie vor unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre.

Anstieg bei Diebstählen, Rückgang bei Drogendelikten
Ein Blick auf die Deliktsbereiche zeigt eine Zunahme in nahezu allen Kategorien, wobei Diebstahlsdelikte den größten Zuwachs verzeichnen. Im Gegensatz dazu gingen Straftaten gegen das Leben sowie die Rauschgiftkriminalität zurück. Letzteres steht jedoch im Kontext der Legalisierung von Cannabis, die Einfluss auf die Statistik genommen hat.

Die sogenannte Häufigkeitszahl (HZ), die Straftaten pro 100.000 Einwohner misst, stieg leicht von 4.168 im Jahr 2023 auf 4.280. Dennoch bleibt Oberfranken unter dem bayernweiten Durchschnitt.

Aufklärungsquote weit über Landesdurchschnitt
Mit einer Aufklärungsquote von 70,3 Prozent hebt sich Oberfranken erneut positiv vom bayerischen Durchschnitt (64,9 Prozent) ab. Polizeipräsident Schmelzer hob die „erfolgreiche Arbeit der Polizei sowie die wertvolle Unterstützung der Bevölkerung“ hervor.

Regionale Unterschiede in der Kriminalitätsentwicklung
Innerhalb Oberfrankens zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. Während Bamberg einen Anstieg der Fallzahlen um 808 auf insgesamt 7.312 verzeichnete, sanken die Zahlen in den Oberzentren Bayreuth, Coburg und Hof. Besonders erfreulich ist der Rückgang in der Grenzregion, die die Landkreise Wunsiedel und Hof sowie die Stadt Hof umfasst, wo die Fallzahlen um 5,7 Prozent zurückgingen.

Herausforderungen und Perspektiven
Polizeipräsident Schmelzer fasste zusammen: „Die gestiegenen Fallzahlen in fast allen Deliktsbereichen zeigen die Komplexität der Herausforderungen. Trotz des Anstiegs bewegen wir uns weiterhin unter dem Zehnjahresdurchschnitt. Gleichzeitig bleibt die hohe Aufklärungsquote ein Beweis für die enge Zusammenarbeit zwischen Polizei, Bevölkerung und Partnern.“

Angesichts des sinkenden Sicherheitsgefühls in Teilen der Bevölkerung betonte er die Verpflichtung der Polizei, Vertrauen zu stärken und die Sicherheit zu gewährleisten: „Unser klares Ziel ist es, weiterhin für ein sicheres Umfeld zu sorgen.“

Vollständige Kriminalitätsstatistik: https://www.polizei.bayern.de/ red


Von Gabriele Munzert
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