BAYREUTH. In Bayreuth sind wieder mehrere Storchenpaare gesichtet worden. Auf dem Schlot der ehemaligen Brauerei in Oberkonnersreuth, der Kulmbacher Straße und dem Schornstein des Druckhauses in der Theodor-Schmidt-Straße haben sich Weißstörche niedergelassen. Auch in der Ludwig-Thoma-Straße verweilt ein Paar, das den Winter über gar nicht erst in den Süden gezogen ist.
Das Amt für Umwelt- und Klimaschutz der Stadt Bayreuth appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, mögliche Störungen an den Nestern zu vermeiden. Besonders Feuerwerke und Drohnenflüge können panikartige Fluchtreaktionen der Altvögel auslösen, was häufig zum Verlust von Gelegen oder Jungvögeln führt. Während der Brutzeit von Anfang April bis Ende August sollten daher Feuerwerke in einem Abstand von mindestens 600 Metern zu Storchenhorsten abgebrannt werden. Drohnenflüge in der Nähe der Nester sind zu unterlassen.
Der Weißstorch hat in Bayreuth nach einem Bestandseinbruch in den 1970er Jahren wieder Fuß gefasst. Besonders erfolgreiche Brutjahre wie 2023, als fünf Jungvögel flügge wurden, stehen jedoch Herausforderungen wie Stromschlägen, schwindendem Lebensraum und Futterknappheit gegenüber.
Störungen an Storchenhorsten können als Ordnungswidrigkeit gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz geahndet werden. Die Stadt Bayreuth erinnert zudem daran, dass Feuerwerke außerhalb von Silvester genehmigungspflichtig sind.
Zum Schutz der Störche ist die Sicherung ihres Lebensraumes von zentraler Bedeutung – für eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte dieser faszinierenden Vögel. red