Veröffentlicht am 23.03.2025 12:30

Wird der Bedarf unterschätzt?

Sonntagnachmittag während eines BBC-Basketballspiels kürzlich in der Oberfrankenhalle: Räder soweit das Auge reicht.  (Foto: gmu)
Sonntagnachmittag während eines BBC-Basketballspiels kürzlich in der Oberfrankenhalle: Räder soweit das Auge reicht. (Foto: gmu)
Sonntagnachmittag während eines BBC-Basketballspiels kürzlich in der Oberfrankenhalle: Räder soweit das Auge reicht. (Foto: gmu)
Sonntagnachmittag während eines BBC-Basketballspiels kürzlich in der Oberfrankenhalle: Räder soweit das Auge reicht. (Foto: gmu)
Sonntagnachmittag während eines BBC-Basketballspiels kürzlich in der Oberfrankenhalle: Räder soweit das Auge reicht. (Foto: gmu)

BAYREUTH.Die Oberfrankenhalle ist ein zentraler Treffpunkt für viele Menschen, sei es bei Konzerten, Messen oder Sportveranstaltungen. Mit gestiegenem Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz sowie dem Wunsch nach mehr Bewegung nutzen immer mehr Menschen das Fahrrad, um zu Veranstaltungen zu gelangen.

Der Gedanke, das Auto stehen zu lassen und mit dem Rad zur Halle oder ins Stadion zu fahren, passt perfekt zum sportlichen Geist. Statt eines geordneten Abstellens kommt es in Bayreuth im Bereich der Oberfrankenhalle und dem Eisstadion eher zu improvisierten Lösungen – Fahrräder lehnen an Zäunen oder Straßenlaternen, ausreichende Fahrradabstellplätze, Fehlanzeige.

Große Hallen sind bekanntlich für tausende Menschen ausgelegt. Der BBC hat bei seinen Basketballheimspielen regelmäßig an die 2.000 Zuschauer plus X. Wenn nur ein Bruchteil der Fans mit dem Fahrrad kommt, vor allem bei schönem Wetter und Nachmittagsspielen, ergibt sich erheblicher Platzbedarf. Offensichtlich hat sich auch dieser Umstand rund um die Oberfrankenhalle eingestellt, Die Stellplätze für Räder, reichen bestenfalls für ein normales Alltagsaufkommen, aber nicht für die Massen bei gut besuchten Spielen oder Großevents.

In Bayreuth denkt man gerne in großen Dimensionen: Ausfall- und Einfallstraßen sollen in Einbahnstraßen umgewandelt werden, auch wenn das den Unmut der Bevölkerung hervorruft. Dabei wäre es sinnvoller, im Kleinen anzusetzen – genau dort, wo die Bürger die größten Alltagsprobleme spüren. Etwa durch Verbesserungen der innerstädtischen Verkehrsführung für Radler, klarere Markierungen der Wege und eben auch ausreichende Abstellplätze. Der Ausbau von Fahrradstellplätzen ist nicht nur eine Serviceleistung für die Besucher, sondern bringt auch andere Vorteile mit sich. Je mehr Menschen das Rad wählen, desto weniger Verkehr entsteht in der Innenstadt und rund um die Halle. gmu


Von Gabriele Munzert
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