Veröffentlicht am 03.04.2025 14:43

Unerwarteter Geldsegen für Gemeinde Fichtelberg

200.000 Mark vermachte eine Familie dem Ort Fichtelberg vor vielen Jahren. Erst jetzt fiel das der Gemeinde wieder ein. Foto: Pixabay (Foto: red)
200.000 Mark vermachte eine Familie dem Ort Fichtelberg vor vielen Jahren. Erst jetzt fiel das der Gemeinde wieder ein. Foto: Pixabay (Foto: red)
200.000 Mark vermachte eine Familie dem Ort Fichtelberg vor vielen Jahren. Erst jetzt fiel das der Gemeinde wieder ein. Foto: Pixabay (Foto: red)
200.000 Mark vermachte eine Familie dem Ort Fichtelberg vor vielen Jahren. Erst jetzt fiel das der Gemeinde wieder ein. Foto: Pixabay (Foto: red)
200.000 Mark vermachte eine Familie dem Ort Fichtelberg vor vielen Jahren. Erst jetzt fiel das der Gemeinde wieder ein. Foto: Pixabay (Foto: red)

Wohl der Kommune, die sich in finanzpolitisch herausfordernden Zeiten über einen unerwarteten Geldsegen freuen darf. In Fichtelberg ist genau das passiert.

200.000 Mark vermachte vor circa 40 Jahren eine Fichtelberger Familie der Gemeinde. Doch trotz einer eigens dafür gegründeten Stiftung geriet diese so erfreuliche Nachricht bald in Vergessenheit. Wie konnte das passieren?

Zwar hätten ältere Gemeinderäte immer wieder mal von der „Veh-Stiftung” gesprochen, doch so richtig habe keiner gewusst, um was es dabei genau geht, sagt Bürgermeister Sebastian Voit, erst seit 2020 im Amt.

So geriet die Stiftung wieder in Vergessenheit. Anfang des Jahres machte sich Voit dann auf die Suche nach dem Geld. Dabei fand er mit Unterstützung der örtlichen Sparkasse heraus, dass die Stiftung aus den 1980er-Jahren stammt und von einer wohlhabenden und Fichtelberg sowie benachbarten Gemeinden wohlgesonnenen Familie gegründet wurde. Si vermachte diesen Kommunen den Ertrag aus dem Verkauf ihres Nachlasses.

Die Gemeinde habe laut Bürgermeister die 200 000 Mark „sehr gut angelegt“, und es habe sich „massiv erhöht“. Allerdings landete das Geld 2015 auf ungeklärte Weise auf einem Sparbuch, ein Schreiben der Sparkasse an die Gemeinde versandete ungelesen und „ist eingeschlafen“.

Jetzt zehn Jahre später, sind aus den damals 200.000 Mark sage und schreibe 174.000 Euro und ein Stammkapital von 102.000 Euro geworden. Das sei zwar nicht antastbare, sehr wohl aber der Rest von 72.000 Euro - für das seit Jahren klamme Fichtelberg eine stolze Summe.

Die 72.000 Euro und die zu erwartende jährliche Rendite von circa 3000 Euro des nun wieder angelegten Geldes kann die Gemeinde für die ursprünglichen Stiftungszwecke nutzen.

Dazu gehöre die Unterstützung der Heimatmuseen und der Jugendarbeit sowie die Fortführung der Orts-Chronik. Sebastian Voit: Zunächst steht der Umbau des Jugendraums auf dem Programm.”

Dabei wäre viel mehr Rendite möglich gewesen, hätte man das Geld gut angelegt. Doch der Bürgermeister vermeidet Schuldzuweisungen und freut sich vielmehr über den „warmen Regen”, den die Gemeinde sehr gut brauchen könne.

„Man hätte es zwar besser anlegen können als auf einem Sparkonto fast ohne Rendite, aber verlorenes Geld ist es dennoch nicht. Wir können zumindest ein bisschen Gutes tun.”


Von Udo Fürst
Udo Fürst
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