Altstadt Kult: Fußballkultur und das Highlight Museum

Der Fanclub Altstadt Kult sorgt für gute Stimmung im Stadion. Foto: Andi Bär.

Der Fanclub Altstadt Kult, den es seit 1990 gibt, ist sicher kein Fanclub, wie man ihn im gewöhnlichen Sinne kennt. Das ist schon allein daran zu sehen, dass nicht jeder Mitglied werden kann, sondern es werden sich die neuen Mitglieder des Fanclubs ausgesucht. Aktuell gibt es 35 Leute, die es in diesen Kreis geschafft haben. Die Aufnahme schafft man nur mit einer jahrelangen Verbundenheit zur Altstadt. Für alle, die bisher nicht aufgenommen wurden, gibt es die Chance, als Fördermitglied zu unterstützen. »Das ist hauptsächlich für das Museum, da bewahren wir Sachen von früher auf. Hier kann man als Fördermitglied zahlen, um alles mitzufinanzieren», berichtet Jürgen Rank, der seit Jahren Mitglied im Altstadt Kult ist. Alle Unkosten wie beispielsweise Miete muss der Fanclub selbst bezahlen.

Museum als Aushängeschild

Das Museum ist das Aushängeschild das Fanclubs, so etwas gibt es nicht oft zu sehen. Um die 2000er Jahre wurde es gegründet und die Ausstellung kam sofort gut an. »Wir wollen auch jüngere Leute daran erinnern, was die Altstadt für ein super Verein ist, mit einer großen Historie und witzigen Anekdoten», berichtet Rank. Er und seine Kollegen sammeln immer wieder Trikots oder andere Sachen von ehemaligen Spielern, die dann in den Heiligen Hallen des Altstadt Kult ausgestellt werden. »Wir stehen für Fußballkultur und gemeinsames Zusammensein», erzählt Rank weiter und macht damit kurz und bündig die Philosophie des Fanclubs deutlich.

Von 2002 bis 2017 hatte dieser seinen Sitz in den Markgrafenhallen, mittlerweile ist das neue zu Hause in einem alten, urigen Gebäude an der Erlanger Straße. Es sind nach den Spielen alle willkommen, Fans aus ganz Deutschland finden den Weg in den Altstadt Kult. »Wir heißen alle willkommen, ob jung oder alt», berichtet Rank. Nach den Spielen lässt sich dann gut zusammen über die Partien reden - und man kann natürlich das gut gepflegte Museum anschauen.

Viel Geduld

Der Fanclub plant immer wieder Events, wie beispielsweise Lesungen, um die Fußballkultur aufrechtzuerhalten. Auch mit dem Team pflegt der Fanclub einen engen Kontakt. »Wir laden sie mal zum Essen ein oder planen andere Sachen. Die Spieler sind hier immer gerne gesehen. Auch Trainer Timo Rost war natürlich schon hier», sagt Rank. Bei einem kleineren Verein ist der Kontakt viel leichter - und genau das macht auch den Reiz in gewisser Weise aus. »Die Liga ist für uns gar nicht so wichtig», fährt Rank fort und betont auch, dass der Altstadt Kult gerade bei ausbleibenden Ergebnissen sehr geduldig ist.

Zusammenarbeit mit der Szene

Der Altstadt Kult sieht sich auch nicht als Konkurrenz zu anderen Fanclubs, vielmehr soll es ein gemeinschaftliches Miteinander geben. Zusammen mit dem Fanclub Szene 1921 planen Rank & Co. Auswärtsfahrten oder Choreographien. Durch die neue Gegentribüne werden die beiden Fanclubs sogar zukünftig zusammenstehen. »Wir sprechen uns mit ihnen ab. Meistens übernehmen die Jungen die Choreos. Aber es ist ein Miteinander, sie sind auch oft hier bei uns im Altstadt Kult», berichtet Rank. Und allen geht es im Endeffekt nur um eines: Die SpVgg Bayreuth bestmöglich zu unterstützen und nach vorne zu peitschen.

Mirko Strässer