Tigers mit 4. Sieg in Folge

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Kassel. Mit einer kalten Dusche begann das Spiel in Nordhessen, als Reiß nach 67 Sekunden mit dem altbewährten Bauerntrick die Führung für seine Farben erzielte. Doch beirren ließen sich die Tigers dadurch nicht. Rajala - der für Bosas zurück ins Team gekehrt war - hatte nach vier gespielten Minuten die erste Gelegenheit, brachte aber nicht genug Druck auf die Scheibe.

In der Folge entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel mit Gelegenheiten auf beiden Seiten. Eine Strafe gegen Martens überstand Bayreuth problemlos, um kurz darauf - nach einer von Kolozvary hinterm Tor erkämpften Scheibe - durch Kunz, der den Pass seines Reihenkollegen aus spitzem Winkel zum Ausgleich in die Maschen setzte, auszugleichen. Die erste nummerische Überlegenheit nutzten die Tigers dann ebenfalls - Järveläinen mit einem scharfen Pass in den Slot, wo Heider stand und die Führung erzielte.

Zum zweiten Abschnitt kamen die Tigers mit Schwung aus der Kabine. Nur kurz nach Wiederbeginn setzte Kolozvary Bartosch ein, der knapp verfehlte. Nach weiteren Gelegenheiten durch Järveläinen und Richter lief Carciola ins Angriffsdrittel, bediente mit einem Pass in den Slot Povorozniouk, der die Scheibe zum Ausgleich nur noch ins Tor tippen brauchte. Beinahe im Gegenzug war es Rajala, der sich mit einer Körpertäuschung den nötigen Platz für einen platzierten Schuss schaffen konnte und mit der erneuten Führung für Gelb-Schwarz antwortete.

Dieser Treffer läutete gleichzeitig den Feierabend für Torhüter Melichercik ein, der vom Trainer-Duo der Huskies vom Eis genommen wurde und durch Hungerecker ersetzt wurde. Dieser führte sich sofort gut ein als er gegen Busch, der vor dem Tor am langen Eck lauernd - von Heately mit einem weiten Pass bedient - klären konnte. Nun besannen sich die Huskies auf die Offensive und belagerten das Bayreuther Tor. Ritter, Little und Mueller scheiterten noch aber gegen Gron, der vor Jaeger auftauchte, hatte der Bayreuther Torsteher dann keine Chance mehr.

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Mit offenem Visier gingen beide Teams den Schlussabschnitt an. Mueller, Hennig und Ritter mit Gelegenheiten, die allesamt Jaeger zu Nichte machte. Als nach 43 Minuten Povorozniouk zum Abkühlen geschickt wurde, dauerte es gerade einmal sechs Sekunden, bis die Tigers den zweiten Powerplaytreffer des Abends erzielten. Järveläinens Schuss konnte Hungerecker noch parieren, doch gegen den Nachschuss von Heatley war dieser machtlos. Nach 47 Minuten ging zunächst Heider auf die Strafbank und kurz darauf wurde Rajala ebenso auf die Strafbank geschickt, sodass Bayreuth für eine Minute mit zwei Mann weniger agieren mussten - diese Situation aber mit Kampf und Engagement meistern konnten.

Bei der nächsten Überzahl machten es die Huskies besser. Ritter erzielte hier den Treffer und zum dritten Mal an diesem Abend glichen die Huskies das Spiel aus. Kurz vor dem Ende - nach 57 gespielten Minuten - krachte nach einem fairen Zweikampf mit Heider der Ex-Bayreuther Meilleur in die Bande und musste das Spiel abbrechen. Heider erhielt hierfür eine Fünfminuten-Strafe + Spieldauer. Povorozniouk erwies seinem Team noch einen Bärendienst als er gegen Heider nachschlug und somit seinen Kollegen zwei Minuten Überzahl »klaute». So retteten sich die Tigers zunächst bei Vier gegen Vier und kurzzeitig in Unterzahl in die Overtime, in welcher die Gastgeber für eine gute Minute einen Mann mehr auf dem Eis stehen hatten. Gron und Mueller mit Versuchen, die allerdings am Tor vorbei gingen. Als die Tigers wieder komplett waren, war es Richter, der Busch blitzschnell einsetzen und der unter dem Jubel der mitgereisten Bayreuther Anhänger - wie bereits am Freitag - den Schlusspunkt setzte und damit den Tigers den zweiten Zähler aufs Habenkonto schoss.

Bereits das fünfte Auswärtsspiel in Folge, in welchem die Tigers »Überstunden» absolvierten. Vier Siege (1 x Penalty-Schießen, 3 x Overtime) zeigen hier, dass sich das Team gefunden hat und die Nervosität, die zum Anfang der Saison oftmals bessere Ergebnisse verhindert hat, nicht mehr in diesem Maße vorhanden zu sein scheint.

»Wir haben eine gute und disziplinierte Leistung gezeigt. Unser Penaltykilling, das schon die ganze Saison gut ist, hat uns heute auf die Siegerstraße gebracht. Und heute hat auch das Überzahlspiel funktioniert. So darf es gerne weitergehen», so ein erleichterter Petri Kujala nach dem Spiel.
»Wir haben das frühe Tor geschossen. Mein Team hat wohl gedacht, dass es ein leichtes Spiel wird aber in unserer Situation gibt es keine leichten Spiele. Man muss sich alles hart erarbeiten. Bayreuth hat strukturiert gespielt. Für uns war es ein kleiner Schritt zurück», erklärte Tim Kehler die Niederlage seines Teams.


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Kassel Huskies vs. Bayreuth Tigers 4:5 (1-2, 2-1, 1-1/0:1) n.V.
Zuschauer: 2591 Strafen: Kassel: 8 Min Bayreuth: 15 + 20 Heider Min Powerplay: Kassel: 1/5 Bayreuth: 2/2
Kassel: Melichercik, Hungerecker - Müller, Walters, Kraus, Dinger, Little, Heinrich, Reiß - Christ, Ritter, Carciola, Gron, Schiermacher, Mueller, Hennig, Woidtke (2), Meilleur, Krüger, Trivino, Povorozniouk (6)
Bayreuth: Jaeger, Herden - Mayr, Martens (4), Heider (7 + Spieldauer), Linden, Newton, Mannes, Potac - Rajala, Busch, Kolozvary, Järveläinen, Bartosch, Gams, Richter, Kronawitter, Heatley, Kirchhofer, Kunz, Gläser (2)
Tore: 1:0 (2.) Reiß (Gron, Dinger), 1:1 (14.) Kunz (Kolozvary), 1:2 (18.) Heider (Järveläinen, Potac) PP1, 2:2 (24.) Povorozniouk (Carciola), 2:3 (25.) Rajala (Järveläinen, Newton), 3:3 (36.) Gron (Mueller, Trivino), 3:4 (43.) Heatley (Järveläinen, Martens), 4:4 (54.) Ritter (Carciola, Meilleur) PP1, 4:5 (63.) Busch (Richter)

red