Bayreuth gewinnt 4:2 gegen Freiburg

Foto: Bayreuth Tigers

Bayreuth. Die Entwicklung der Tigers ist unverkennbar, denn vor Wochen wäre man am unglücklichen Spielverlauf vermutlich wieder zerbrochen, aber nun gelingt stattdessen eine positive Reaktion auf einen Rückstand.
Bei diesem fairen Duell Wolf gegen Tiger dauerte es diesmal einige Zeit bis sich beide Teams erste Höhepunkte erspielten, vielleicht auch weil die Gäste wegen der schwierigen Witterung erst etwas verspätet in Bayreuth ankamen. Mit der ersten echten Torchance gelang ihnen dann aber trotzdem die Führung. Linsenmaiers guten Abschluss parierte Jaeger noch stark doch gegen Mosers Nachschuss war er machtlos.

Lange neutralisierten sich beide Mannschaften in der Folgezeit weitgehend und es passierte nur wenig Aufregendes. Die besseren Gelegenheiten hatten da schon die Bayreuther aber bei einem schnellen Gegenzug und Querpass von Busch visierte Gläser »nur» die Latte an und als Bosas seinen »Onetimer» im Powerplay auch noch neben das Gehäuse setzte blieb es zur ersten Pause beim 0-1.

Ab dem Mittelabschnitt wird die Partie dann aber deutlich lebendiger. Besonders die Hausherren legen einen Zahn zu und erkämpfen sich nun klar mehr Spielanteil und Torchancen. Gläsers abgefälschter Schuss landet
auf der Latte und mit einem Break inklusive überragendem Move erhöht Linsenmaier dann sogar auf 0-2. Dass man diesen Rückschlag wegsteckte war am Ende vermutlich spielentscheidend, denn Bayreuth bleibt trotzdem spielbestimmend, kann seine Chancen (z.B. Järveläinen 26.) aber noch nicht nutzen. Erst die intensive Arbeit mit dem »steal» vom völlig berechtigten Spieler des Tages Kevin Kunz und der Übersicht von Bartosch ermöglichte dem zentral mitgelaufenen Heider den Anschlusstreffer. Da die Tigers danach weiter am Drücker blieben, sah sich Gästetrainer Sulak gezwungen früh seine Auszeit zu nehmen, um seine Mannen wach zu rütteln und den Spielfluss der Oberfranken zu unterbrechen. Dass gelang den Breisgauern auch halbwegs und so schaffte man es trotz noch einiger Möglichkeiten für die Gelb-Schwarzen mit dem 1-2
in die zweite Pause.

Die Wagnerstädter zeigten aber weiter, dass sie sich einiges vorgenommen hatten und ließen sich auch vom dritten »Eisentreffer» des Tages durch Potac in Überzahl nicht aus dem Konzept bringen. »Dieses nicht nachlassen» zahlte sich dann aus als der sehr auffällige Kunz einen klasse Querpass von Bartosch übers halbe Feld zum Ausgleich einnetzte. Das Kunz diese Scheibe direkt nahm und flach traf, zeigte auch anschaulich das durch die beiden letzten Auswärtserfolge gestiegene Selbstvertrauen bei den Tigers. Als Heatley das Oberwasser der Gastgeber dann zum 3-2 nutzte, war dieses Spiel endgültig gedreht und auch das letzte Mittel - Torwart für einen sechsten Feldspieler - zog gut 50 Sekunden vor Ende nicht mehr für die Freiburger. Stattdessen nutze der gute Busch das verwaiste Gehäuse der Gäste kurz vor der Schlusssirene
noch zum 4-2 Endstand.

Das sehr engagierte Schlusslicht sendet nun schon einige Spiele mehr als nur »Lebenszeichen» in die Liga, holte z.B. 7 Punkte aus den letzten 3 Spielen und hat den Anschluss an die dicht gedrängte untere Tabellenhälfte wieder hergestellt. Daran gilt es nun aufzubauen und den positiven Trend seit Ende Oktober weiter fortzusetzen. Mit den Tigers ist, trotz teilweise noch nicht komplett gelöster Baustellen, nun jedenfalls endgültig wieder zu rechnen.

Das nächste Heimspiel der Tigers findet am Sonntag 09.12. wegen dem Familientag bereits um 16 Uhr statt. Gegner sind dann die Löwen aus Frankfurt.

red