Tipps für ein gesundes und schwungvolles 2019

Essen im Herbst und Winter: Regionales Gemüse enthält viel Vitamine und Mineralstoffe, Foto: AOK

BAYREUTH. Für einen »Neuanfang» suchen sich die meisten Menschen bestimmte Stichtage heraus: Das kann der Jahresbeginn sein oder auch der Geburtstag. Dann will man sein Leben ändern, mit Sport beginnen, mit dem Rauchen aufhören oder endlich ein paar Kilo abnehmen.

Wer an Gewicht verlieren will, muss in der Regel die Essgewohnheiten ändern. Wer sich nicht nur gesund und frisch ernähren möchte, sondern zudem die Umwelt schonen will, der sollte auf regionale Produkte zurückgreifen.
Erdbeeren oder Spargel im Januar? Für Supermärkte ist es kein Problem, das ganze Jahr über Obst und Gemüse aus fernen Landen anzubieten. Doch diese werden häufig unter Einsatz von Pestiziden sowie Düngemitteln produziert und haben einen langen Transportweg hinter sich. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher bevorzugen mittlerweile wieder Obst und Gemüse aus der Region. Und das bedeutet eben auch, dass im Winter etwas ganz anderes auf den Teller kommt als im Sommer.

»Als Wintergemüse werden Gemüsesorten bezeichnet, die in der kalten Jahreszeit geerntet und so gelagert werden, dass sie über den gesamten Winter hindurch verzehrt werden können», erklärt Doris Ohnemüller, Ernährungsfachkraft der AOK-Direktion Bayreuth-Kulmbach. »Dazu gehören in Deutschland vor allem Kohl und Wurzelgemüse, wie beispielsweise Rosenkohl, Grünkohl, Weißkohl, Rotkohl oder Wirsing sowie Steckrüben, Rote Beete, Pastinaken und Schwarzwurzeln.» Neben dem ökologischen Aspekt, heimische Produkte zu kaufen, sieht Doris Ohnemüller das saisonale Essen noch unter einem ganz anderen Gesichtspunkt: »Heimisches Wintergemüse ist bei vielen in Vergessenheit geraten, dabei bietet es eine beeindruckende Geschmacksvielfalt durch verschiedenste Aromen.»

Winterliche Bodenschätze
Regionales Wintergemüse enthält zudem viele Vitamine und Mineralstoffe und unterstützt dadurch gerade in der kalten Jahreszeit die Immunabwehr. Vor allem in den verschiedenen Kohlsorten und in Steckrüben steckt viel Vitamin C, in Rote Bete reichlich Eisen. Grünkohl und Feldsalat enthalten Ballaststoffe und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe. Chicorée ist übrigens eine Winterpflanze, die nicht nur als Salat, sondern auch gekocht und gebraten köstlich-bitter schmeckt. Und auch auf Obst muss man nicht ganz verzichten, nur weil es kälter wird. Einheimische Äpfel und Birnen lassen sich gut lagern und schmecken auch im Winter. Ausweichen kann man auch auf Trockenfrüchte und vor allem auf Nüsse. Diese sollten allerdings wegen der Schwefelung beziehungsweise des hohen Fettanteils in Maßen genossen werden.

red